Looking back – mein Jahr 2016

beitragsbildDas letzte Jahr war eine einzige Achterbahnfahrt: es gab Höhen und Tiefen, einige Momente sind in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit an mir vorbeigezogen, andere jedoch haben mich ausgebremst. Haben sich angefühlt wie ein einziger Stillstand. Ich habe vieles erlebt und einiges verpasst. Manches bestimmt schon längst vergessen. 

Mein Jahr hat mit der ersten Silvesternacht begonnen, die ich zusammen mit meinem Freund und vielen Freunden gemeinsam verbracht hatte. Wenn ein Jahr so beginnt, kann es doch nur gut werden. Oder?

Nach den Weihnachtsferien und dem Jahreswechsel hat mich mein Studium wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, die Klausurenphase stand an. Mehr gibt es über den Januar schon fast nicht mehr zu berichten. Außer vielleicht, dass ich durch die Klausur gefallen bin und mich jetzt, wo ich diesen Text schreibe, eigentlich wieder auf die Prüfung vorbereiten müsste (Applaus an mich). Das Sommersemester lief dann schon viel erfolgreicher ab, jedoch habe ich die schönsten Sommertage an meinem Schreibtisch verbracht.

Im Februar habe ich mein Praktikum bei einem Radiosender begonnen und ich weiß gar nicht wo ich da anfangen soll. Zum Beispiel bin ich mit dem Bachelor zusammen Achterbahn gefahren. Habe jegliche Scheu, auf Menschen zuzugehen abgelegt. Habe live
im Radio moderiert. Eine neue Freundschaft geschlossen. img_2753

Aber auch: viele Tränen vergossen. Mich im Gegenzug für Praxiserfahrung ausbeuten lassen. Und das für eine Praktikumsbescheinigung voller Rechtschreibfehler (Danke, Radiosender!). Aber letztendlich habe ich mir vieles beibringen können und gelernt, und bin womöglich an dem psychischen Stress gewachsen – habe letztendlich aber bestimmt auch einen kleinen Schaden davongetragen. Während meiner Praktikumszeit ist nicht viel passiert, außer mein 21. Geburtstag. Den habe ich, so wie jedes Jahr, mit meinen Liebsten im Garten gefeiert.

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Nach meinem Praktikum habe ich mich im April für diese stressige Zeit mit einem London-Trip belohnt. Schon zum zweiten Mal war ich nun dort und habe mich wirklich noch mehr in die Stadt verliebt. Wir haben alle Sehenswürdigkeiten gesehen und uns durch die Stadt treiben lassen. Uns im Park von den ersten kräftigen Sonnenstrahlen wärmen lassen und viel gutes Essen probiert. Sind unzählige Kilometer gelaufen und haben im Hostel die verschiedensten Leute kennengelernt. Haben die Nacht durchgemacht und den Gin Tonic der Hostelbar leer getrunken. Getanzt. Gelacht. Und viele Erinnerungen mit nach Hause gebracht.

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Im Mai habe ich einen Nebenjob angefangen und bin wirklich sehr froh darüber! Davor hätte ich mir nicht vorstellen können, neben dem Studium zu arbeiten, aus Angst dass ich den Job nicht mit meinen Veranstaltungen an der Uni vereinbaren kann. Allerdings habe ich den wohl flexibelsten und entspanntesten Job (im Service eines Fitnessstudios) ergattert, den ich mir hätte wünschen können. Damit ging einher, dass ich anfing regelmäßig Sport zu machen. Das kommt nicht nur mir und meiner Gesundheit zugute, sondern ist auch zu einem festen Bestandteil und Ausgleich für meinen Alltag geworden.

Etwas auf das ich mich schon das ganze Jahr gefreut hatte, war das Hurricane Festival. Leider hat das Wetter ganz und gar nicht mitgespielt und das Festival endete für mich nach dem zweiten Tag unter Tränen. Bei Gewitter habe ich sogar schon Angst, wenn ich drinnen in Sicherheit bin, aber draußen auf einem offen Feld war das dann gar nicht mehr so lustig für mich. Am zweiten Tag haben wir gehofft, dass sich das Unwetter etwas beruhigt, haben Bier getrunken und dann endlich auch das Festivalgelände besucht. Nach 10 (!) Minuten wurde das allerdings schon wieder geräumt und für uns stand fest: wir fahren nachhause. Allerdings ist uns erst am Auto eingefallen (einen 45 Minutenmarsch mit gefühlten 100kg auf den Schultern später), dass wir ja getrunken hatten. Zum Glück haben mein Freund und ein Kumpel uns dann eingesammelt (Danke nochmal!) und das Festival war für mich gelaufen. Am Sonntag schien dann allerdings die Sonne und wir sind nochmal mit dem Zug nach Scheeßel gefahren um den letzten Festivaltag zu genießen. Und da konnte ich dann gleich auch noch James Bay sehen, das hat die Strapazen des Unwetters dann doch wieder ein bisschen wett gemacht.

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Weiter ging es in den Sommermonaten mit viel Lernerei, einem schönen Familienurlaub mit unschönem Wetter, Hausarbeitenschreiberei und dann war der Sommer gefühlt auch schon vorbei. Allerdings hatte ich, nachdem ich alles abgegeben habe, endlich mal wieder Semesterferien, wenn auch nur noch 3 Wochen davon übrig waren. Nach 1,5 Jahren hatte ich also endlich mal wieder Zeit zu entspannen. Es stand schon das ganze Jahr fest, dass mein Freund und ich im September in den Urlaub wollen. Wir haben uns dann für einen Städtetrip nach Amsterdam entschieden, und einen Besuch bei meinem Bruder, der dort gerade ein Auslandssemester macht. Und obwohl wir beklaut wurden und ein Ticket für’s Falschparken bekommen haben, hätte ich mir keinen schöneren Urlaub vorstellen können. Es war das erste Mal, dass wir alleine weg waren, ich hatte Angst dass wir uns nicht vertragen oder uns nach dem Urlaub vielleicht gar nicht mehr wiedersehen wollen. Aber wir haben uns gut organisiert und uns vielleicht sogar noch ein Stück besser kennengelernt. Viel gesehen, gelernt und gegessen. Auf jeder schönen Brücke geduldig 1000 Fotos geschossen. Das coolste Biermuseum besucht, Bier getrunken und das tollste Wetter genossen. Die Niederlande sind wirklich schön und für Anfang 2017 ist bereits meine nächste Reise dorthin geplant! #staytuned

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Im Oktober wollte ich dann mein zweites Praktikum anfangen und habe direkt nach 3 Tagen wieder gekündigt, obwohl ich Dinge meistens lieber durchziehe als einfach aufzugeben. Aber ich habe dieses Jahr auch gelernt meinen Mut zusammen zu nehmen und für mich zu kämpfen. Jedoch auch einmal aufzugeben, wenn es für mich keinen anderen Ausweg gibt. Um dann ein mal mehr aufzustehen und weiter an mir zu arbeiten.

Allerdings wäre dieses Jahr mit seinem Auf und Ab, seiner Schnelllebigkeit und seinem Stillstand ohne die Menschen um mich herum wahrscheinlich nicht so bedeutsam gewesen. Ich wäre nicht aufgefangen worden, als ich es brauchte und hätte mit niemandem die tollen Momente teilen können.

Dennoch ist ein neues Jahr, so aufregend das vorherige doch war, eine Chance aus seinen Fehlern zu lernen und an seinen Erfolgen zu wachsen. Ich spreche einen Toast aus, auf ein neues, erfolgreiches, turbulentes und aufregendes 2017. Cheers!

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2 Gedanken zu “Looking back – mein Jahr 2016

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