Über mein Geltungsbedürfnis

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Ich weiß nicht mal, wie ich diesen Text anfangen soll und warum ich ihn gerade in meinen Computer tippe – trotzdem habe ich das Bedürfnis ihn zu schreiben, denn immer mehr gibt es Kritik an mir, meiner Persönlichkeit. Wegen meines Blogs.

Zuerst möchte ich aber erklären, wie dieser Blog entstanden ist. Schon vor einigen Jahren habe ich diesen Blog in mein Leben gerufen. Damals gab es viele emotionale Texte, die ich geschrieben und veröffentlicht habe. Sie beschäftigten sich mit Trennungen, meiner Emotionalität und anderen Themen, die ich mir von der Seele schrieb und somit vielleicht auch bewältigt habe. Viele negative und traurige Texte. Warum ich das nicht einfach in ein Tagebuch schreibe, wurde ich schon mal gefragt. Weil es sich nicht richtig anfühlen würde, es für mich zu behalten. Weil die Zeilen, die ich schreibe aus mir raus müssen, wenn es sein muss auch ins Internet. Damit es sich so anfühlt, als wäre es weg. Weg aus meinem Kopf, aus meinem Herzen. Auch um damit andere zu berühren. Wenn ich nur eine Person anspreche, die sich ähnlich fühlt wie ich mich, die das nachvollziehen kann was ich schreibe. Dann habe ich mit meinem Text alles richtig gemacht.

Eigentlich also ein ziemlich trauriger Grund, einen Blog zu schreiben. Aber das ist nicht alles. Ein anderer Grund ist, dass ich sehr gern kreativ arbeite. Schon immer gerne Geschichten erzählt habe. Es mir wahnsinnig Spaß macht Bilder um meine Texte zu kreieren und zu inszenieren. Ich stolz drauf bin, mir selbst eine Seite erstellt zu haben, die ich mit anderen Menschen teile. Und das ist schon lange passiert, bevor es zu einem Beruf oder gar Trend wurde zu bloggen.

All‘ das hat vielleicht Augenscheinlich nicht viel mit meiner jetzigen Seite zu tun. Seit November blogge ich wieder regelmäßig auf meiner kleinen Ecke im Internet. Über alles was mir in den Sinn kommt. Mehr positives. Um meine eigene Positivität zu fördern. Banale Dinge wie Lippenstifte, Reisen oder Lerntipps. Weil ich gerne darüber schreibe. Viele mag das nicht interessieren. Einige schon. Und dann freue ich mich über jeden Leser. Und warum mache ich das? Weil es mir Spaß macht. Weil ich gelesen werden will. Natürlich möchte man das. Man möchte Klicks, Kommentare, Feedback. Gelten. Jemandem im Sinn bleiben. Natürlich möchte man das.

Googelt man übrigens „Geltungsbedürfnis“ wird einem automatisch Geltungssucht erklärt. Der Duden nennt Arroganz und Überheblichkeit als Synonyme. Eine ähnliche Suchanfrage lautete zum Beispiel „krankhaftes Geltungsbedürfnis“. Es ist also ein sehr starker und verletzender Ausdruck. Und das ist einfach nicht worum es geht. Natürlich tut es weh sowas zu hören. Für mich ist das allerdings kein Feedback und auch keine konstruktive Kritik. Es geht viel mehr um Anerkennung. Das ist es was man möchte. Und das tut jeder. Das ist weniger Sucht als Bedürfnis. Und schon gar nichts was einem negativ ausgelegt werden kann. Sollte. Auch nicht, weil man seine Meinung zu einem trivialen Thema irgendwo ins Internet schreibt. Weil man es auf Facebook teilt, damit es viele erreichen kann.

Ich habe mit Absicht angefangen, zuerst banale Themen zu behandeln. Leichte Lektüre zu bieten. Und bin bisher auch froh, das getan zu haben. Meine Texte für mich zu behalten. Und das werde ich auch so lange tun, bis ich mich ernst genommen fühle. Bis ich kein „Was hast du da eigentlich für einen komischen Blog?“ mehr höre. Denn es steckt sehr viel Gefühl und Herzblut hinter jedem meiner Texte. Natürlich muss man Kritik einstecken können. Aber dieser Blog, wheninmyheart.wordpress.com. Das bin ich, das sind meine Gedanken meine Texte. Ist mein Herzstück.

Und natürlich muss es nicht jedem Gefallen. Man kann es von mir aus auch verurteilen. Aber bevor ihr das tut: Jetzt wisst ihr was dahinter steckt. Welche Motivation. Wie viel Emotion. Dieser Blog, das bin ich. Und ich bin unfassbar stolz darauf.

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3 Gedanken zu “Über mein Geltungsbedürfnis

  1. Hallo Melina :-).
    Sehr toller Text! An meiner Persönlichkeit habe ich bisher noch nicht wirklich Kritik erfahren, glaube ich. Es passiert eher, dass Menschen mir vorwerfen, ich könnte andere krank machen. Da ging es mal darum, dass ich einen Artikel mit Tipps gegen Einschlafprobleme geschrieben habe. Da habe ich weder Schlafmittel empfohlen, noch sonst etwas Schlimmes. Eher so Dinge, wie die elektrischen Geräte aus dem Schlafzimmer zu verbannen oder einen Spaziergang zu machen …. usw.
    Ich glaube, manchmal möchten die Leute nur selbst etwas mehr Aufmerksamkeit, lesen sich deine Texte nicht einmal richtig durch, sondern hängen sich schon alleine an der Überschrift auf und hauen dann auf dich ein, ohne noch einmal darüber nachzudenken ;-).
    Mach einfach weiter so, wie DU es möchtest!
    Liebe Grüße
    Isabell

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  2. Hallo Melina!

    Ich bin gerade über diesen Beitrag gestossen und möchte hier keinen Kommentar verwehren.
    Ich kann es total nachvollziehen wie es dir geht – manchmal müssen die Dinge einfach raus in die Welt. Und es ist möglich, dass diese einer anderen Person vielleicht helfen können, was ist daran denn verkehrt? Lass dich von Kommentaren gegen deiner Persönlichkeit bloss nicht runterkriegen. Schreib über all das, was du möchtest und was dir auf dem Herzen liegt. Das Wichtigste ist, dass du dich selbst damit wohl fühlst.

    Liebe Grüsse
    Jolly

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