Ostseeliebe

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Es ist jedes Mal wie nachhause kommen. Die lange Straße direkt am Strand. Die Brücke, die weit in die Ostsee ragt. Der Sandstrand, der über Holzstege zwischen den Dünen zu erreichen ist. Gegenüber liegt der kleine Eisladen. Die weißen Strandkörbe säumen die Küste. Ein kleines überdachtes Pavillon aus Holz steht rechts neben dem Weg zum Strand.

Schon seitdem ich Denken kann sind wir jedes Jahr ans Meer gefahren. Früh am Morgen wurden wir geweckt. Schlaftrunken tapsten wir in die Küche, wohl wissend, warum viele Taschen und Kisten darauf warteten, ins Auto verladen zu werden. Mit Kuscheltieren und Kissen beladen nahmen wir die Rückbank unseres Autos ein und fuhren los. Damals hat sich die Fahrt so unendlich lang angefühlt. Aber das Meer hat auf uns gewartet. Der Strand. Die Freiheit. Und so fuhren wir, unendlich lang, so unendlich weit. Bis wir in der Ferne das Meer sehen konnten. Die Müdigkeit musste der Aufregung weichen und dem Gefühl endlich angekommen zu sein. Endlich wieder hier zu sein.

Bis heute fahren wir jedes Jahr an diesen Ort. Es würde sich einfach nicht richtig anfühlen es nicht zu tun. Und so beziehen wir jedes Jahr die gleiche Ferienwohnung. Laufen den gleichen Weg zum Strand und sitzen im gleichen weißen Strandkorb direkt an der Düne. Weil dies der eine Ort ist, der uns glücklich macht. Der Blick auf das Meer. Sein Rauschen. Die salzige Luft, der warme goldene Sand.

Nur zweieinhalb Stunden entfernt von unserem Haus haben wir ein weiteres Zuhause, dass jeden Sommer erneut auf uns wartet. Und so laufe ich jeden Tag die lange Straße entlang. Vorbei an der Seebrücke, dem kleinen Eisladen und dem überdachten Pavillon. Den Holzsteg hinunter zum Strand. Links und rechts stehen die weißen Standkörbe verteilt, wie kleine Muscheln auf dem Sand. Und dann nur noch das Meer. Und ich fühle mich frei. Denn ich bin genau am richtigen Ort.

Und manchmal, wenn ich Sehnsucht nach diesem, meinem Platz am Meer habe, fahre ich los. Um das Meer zu besuchen. Meine zweite Heimat. Den Ort, ohne den sich meine Welt nicht vollständig anfühlen würde.

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Outfit:
Lederjacke – Forever 21
Cardigan – H&M
Bluse – Vila
Schwarze Skinny Jeans – H&M
Kette – Freedom by Topshop

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