When in Oslo

 

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Anfang Juli habe ich die größte Stadt in Norwegen besucht – Oslo liegt in Südnorwegen direkt am Oslofjord. In vier Tagen haben wir eine sehr entspannte Zeit in der Hafenstadt verbracht. Normalerweise informiere ich mich im Vorfeld immer viel über die Zielstadt, da eine Freundin von mir aber in Oslo wohnt, bin ich dieses Mal ohne große Erwartungen losgeflogen und war wirklich überrascht – dazu aber später mehr.

Ankommen & Übernachten

Wir sind über Hamburg direkt nach Oslo geflogen. Es lohnt sich, die Preise auf Seiten wie Skyscanner zu vergleichen und Hin- und Rückflug getrennt voneinander zu buchen, bzw. mit verschiedenen Airlines hin- und her zu fliegen. In Oslo angekommen habt ihr zwei Möglichkeiten, um in die Stadt zu kommen: die Züge vom Flytoget oder NSB. WIr haben einen Zug vom NSB genommen, dieser fährt für umgerechnet 9€ in 30 Minuten zum Oslo S – das ist der Hauptbahnhof. In der Stadt selbst könnt ihr übrigens fast alles zu Fuß anschauen, so sieht man meistens ohnehin mehr von der Stadt.

Wir haben bei unserer Freundin in der WG übernachten können, deswegen kann ich euch keine Hotelempfehlung aussprechen. Auf Booking gibt es viele gute Hotels zu ähnlichen Preisen. Soll es lieber günstiger sein, ist vielleicht das Anker Hostel etwas für euch: hier könnt ihr für ca. 30€ im Dorm übernachten. Oslo ist generell eine sehr teure Stadt, das gilt sowohl für Hotelpreise als auch für Essen und Getränke. Tipp: Ihr braucht kein Geld zu tauschen! In Oslo kann man wirklich alles mit Kreditkarte bezahlen (und mit alles meine ich alles – sogar öffentliche Toiletten!).

Was ihr gesehen haben müsst

Die Oper

IMG_1865Das Opernhaus von Oslo ist definitiv eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die besondere Architektur und der Baustil aus Marmor und Glas machen die Oper wirklich zu einem Hingucker. Sie ist direkt am Hafen gelegen, ca. fünf Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Auf dem Dach der Oper ist eine Aussichtsplattform, von der ihr einen tollen Blick über den Hafen habt – mit Glück liegt dort auch ein großes Kreuzfahrtschiff. Auf dem Wasser vor dem Hafen ist dann gleich eine zweite kleine Sehenswürdigkeit: eine Skulptur aus Glas, die einen Eisberg darstellt, sie ist dem Eismeer von Caspar David Friedrich nachempfunden.

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Karl Johan – die Innenstadt von Oslo

IMG_1929Direkt neben dem Hauptbahnhof liegt die Innenstadt. Die Haupteinkaufsstraße heißt Karl Johans Gate und führt zum Schloss. Auf der Karl Johan gibt es zahlreiche Geschäfte. Ganz am Anfang auf der rechten Seite findet ihr den Osloer Dom. Das ist übrigens die älteste Kirche in Oslo und hier finden die meisten royalen Hochzeiten des norwegischen Königshauses statt. Ein Stück weiter auf der rechten Seite findet ihr sowohl das Parlamentsgebäude und das Nationaltheater.

Dort fängt auch eine Grünfläche (mit hübschen Brunnen) an, die im Schlossgarten mündet. Weiter in Richtung Schloss findet ihr auf der rechten Seite ein Gebäude der Universität Oslo. Ihr merkt: alle großen Institutionen findet ihr auf der Karl Johan, in unmittelbarer Nähe zum Schloss. Die Architektur dieser Gebäude ist, im Gegensatz zur restlichen Architektur in Oslo, alt-ehrwürdig – dies schafft nicht nur für Architekturfans einen tollen Kontrast.

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Das königliche Schloss und der Schlossgarten

IMG_1947Die große Straße Karl Johans Gate führt eine kleine Anhöhe hinauf zum königlichen Schloss. Links und rechts der Straße ziehen sich nach zahlreichen Geschäften die Grünflächen des Schlossparks links und rechts am Schloss vorbei. Für mich war der Sitz der Königsfamilie eher ein großes Herrenhaus als ein richtiges Schloss, trotzdem ist es nicht weniger eindrucksvoll. Von dem Platz vor dem Schloss kann man auf die Innenstadt herunter schauen und eine total coole Aussicht genießen. Das Schloss strahlt eine gewisse Entspanntheit aus, denn außer von ein paar Wachen, ähnlich wie in England, ist nichts eingezäunt oder abgesperrt.

Es lohnt sich auch mal hinter das Schloss und durch den Park zu laufen, dort ist es wirklich sehr schön.

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Die Parkanlagen

Generell gibt es sehr viele schöne Grünflächen und Parkanlagen in Oslo, die bei schönem Wetter sehr belebt sind. Besonders empfehlen kann ich euch den Botanischen Garten, der sehr schön angelegt ist. Quasi gegenüber liegt der Tøyenparken, auch ein sehr schöner Park – beides findet ihr im Stadtteil Sofienberg. Von der Innenstadt lauft ihr ungefähr 20-30 Minuten dorthin. Ein weiterer cooler Park, in den wir es leider nicht geschafft haben, ist der Viglandspark. Hier stehen über 200 Skulpturen vom norwegischen Bildhauer Vigland, viele davon sollen den Kreislauf des menschlichen Lebens darstellen.

Was wir nicht gesehen haben, aber trotzdem sehenswert ist

In Oslo gibt es total viele Museen: im Botanischen Garten liegt zum Beispiel das Naturkundemuseum. Unweit davon findet ihr das Munch Museum. Hier wird die Sammlung der expressionistischen Werke des norwegischen Künstlers ausgestellt und ist somit die größte Munch-Ausstellung der Welt.

Außerdem ist Oslo die Stadt, in der die Nobelpreise verliehen werden. Die Verleihungen finden im Nobelpreiszentrum statt – dieses kann man auch besichtigen. Dort erfährt man mehr über die Geschichte des Nobelpreises und dessen Träger.

Ein Tag am Fjord

Bei dem tollen Wetter, das wir in Oslo hatten, sind wir einen Tag aus Oslo rausgefahren, um den Tag am Fjord zu verbringen. Es gibt verschiedene Orte, an denen man baden kann, wir waren in Holmenskjær. Es war ein total schöner entspannter Tag mit meinen Mädels, den wir alle in vollen Zügen genossen haben. Das Highlight war definitiv das Schwimmen im Fjord! Das Wasser hatte eine total angenehme Temperatur und war irgendwie ganz anderes als ein normales Meer oder ein See, wirklich eine coole Erfahrung.  Wir waren in dem Ort, in dem meine Freundin schon ihr Auslandsjahr verbracht hat. In Holmenskjær gibt es eine kleine Bucht mit Strand, an dem auch ein Schwimmbad angrenzt. Es gibt auch einen kleinen Hafen mit vielen Booten. Der Ort ist ungefähr 30 Minuten von Zentrum Oslos entfernt.

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Aker Brygge

Das coolste Viertel ist für mich definitiv Aker Brygge. Am Hafen und dem Oslofjord gelegen ist es ein wirklich toller Spot. Hier legen große Kreuzfahrtschiffe und Fähren an, es gibt viele Restaurants und Bars. Die Architektur ist sehr modern und wirklich beeindruckend! Geht man vorbei an den Restaurants am Wasser entlang, erreicht man eine kleine Plattform direkt am Wasser mit einer wunderschönen Aussicht auf den Fjord. Ich würde euch wirklich empfehlen euch Aker Brygge anzuschauen, wenn ihr in Oslo seid! IMG_1977 Holzplattformen direkt am Wasser laden zum verweilen, und in unserem Fall zum Sonne genießen ein! Die Restaurants haben mich alle sehr angesprochen, aber natürlich ist es nicht gerade günstig hier essen zu gehen. Wir haben uns für das TGIFridays entschieden – ich erzähle euch lieber nicht, was ein Burger gekostet hat, aber zumindest war der sehr lecker!

Vielen Dank an dieser Stelle auch noch mal an Frauki, die uns auf besagte Burger eingeladen, ihre WG mit uns geteilt und uns Oslo von seiner besten Seite (und mit dem besten Wetter) gezeigt hat! Danke, danke danke ❤

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Wart ihr schon mal in Oslo? Ich war wirklich begeistert von der Stadt, und das obwohl ich so gut wie gar nicht vorbereitet war! Ich hatte bisher nur gehört, dass Oslo eher unspektakulär ist – das kann ich definitiv nicht bestätigen und würde sehr gerne noch mal dort hin reisen. Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen. Lasst mich gerne wissen, was euch in Oslo am Besten gefallen hat!

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